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PV-Planungssoftware

Softwarelösungen für die vollständige Planung von Photovoltaikanlagen — von der 3D-Dachmodellierung über Verschattungssimulation und Ertragsberechnung bis zur professionellen Angebotserstellung.

Aktualisiert Apr. 2026 5 Min. Lesezeit
Keyur Rakholiya

Verfasst von

Keyur Rakholiya

CEO & Co-Founder · SurgePV

Rainer Neumann

Redigiert von

Rainer Neumann

Content Head · SurgePV

Das Wichtigste auf einen Blick

  • PV-Planungssoftware fasst alle Planungsschritte — Dachmodellierung, Verschattungssimulation, Ertragsberechnung, String-Auslegung und Angebotserstellung — in einem einzigen Workflow zusammen, statt sie auf mehrere Tools zu verteilen.
  • Manuelle Planung mit CAD, Excel und separaten Simulationstools dauert 3–8 Stunden pro Projekt; moderne cloudbasierte Software reduziert das auf 20–45 Minuten.
  • Die Genauigkeit der Ertragsprognose hängt direkt von der Qualität der verwendeten Wetterdaten (DWD, PVGIS, Meteonorm) und dem eingesetzten Verschattungsmodell ab.
  • Für Banken und Investoren ist die Bankability der Simulation entscheidend — anerkannte Simulationstools und nachvollziehbare Eingabedaten sind Voraussetzung für Projektfinanzierungen.
  • White-Label-Angebote aus der Software erhöhen nachweislich die Abschlussrate, weil Kunden professionell gestaltete Dokumente mit Ertragsvisualisierungen überzeugender finden als einfache Tabellen.
  • Cloud-basierte All-in-One-Lösungen ermöglichen den Zugriff vom Tablet auf der Baustelle — Planung und Angebotspräsentation beim Kunden vor Ort sind ohne Büro-PC möglich.
  • API-Schnittstellen moderner Software erlauben die direkte Anbindung an ERP- und CRM-Systeme, was manuelle Doppeleingaben und den damit verbundenen Aufwand eliminiert.

Was ist PV-Planungssoftware?

PV-Planungssoftware bezeichnet Softwarelösungen, die den gesamten technischen und kaufmännischen Planungsprozess einer Photovoltaikanlage digital abbilden. Das umfasst die dreidimensionale Modellierung des Daches oder Geländes, die automatische Platzierung von Solarmodulen, die Simulation von Verschattungseffekten, die Berechnung des Jahresertrags und der Wirtschaftlichkeit sowie die Erstellung verkaufsfertiger Angebote — alles aus einer Oberfläche.

Traditionell war die PV-Planung auf mehrere spezialisierte Werkzeuge verteilt: AutoCAD oder ein vergleichbares CAD-Programm für Zeichnungen, PV*SOL oder PVsyst für die Simulation, Microsoft Excel für die Wirtschaftlichkeitsrechnung und PowerPoint oder Word für das Angebot. Diese Fragmentierung kostet Zeit, erzeugt Übertragungsfehler und macht es schwer, Änderungen am Modulfeld ohne Aufwand durch alle Dokumente durchzuziehen. Ändert sich die Modulgröße oder die Dachfläche, muss jedes Tool separat aktualisiert werden.

Solarplanungssoftware der aktuellen Generation löst dieses Problem durch Integration: Eine Änderung im 3D-Modell aktualisiert automatisch die Simulation, die Wirtschaftlichkeit und das Angebot. Das ist keine Komfortfunktion, sondern ein struktureller Effizienzgewinn.

PV-Planungssoftware ist nicht einfach ein besseres Excel. Sie verändert, wie viele Projekte ein Team pro Woche anbieten kann — und damit direkt die Umsatzkapazität des Unternehmens.

Die Einsatzfelder reichen vom Einfamilienhausdach mit 8 kWp bis zu gewerblichen Flachdachanlagen mit mehreren hundert Kilowatt. Für Freiflächenanlagen im Megawattbereich kommen meist spezialisierte Simulationsplattformen hinzu, aber die Grundprinzipien der Planung sind dieselben.

Kernfunktionen moderner PV-Planungssoftware

Die Leistungsfähigkeit einer PV-Planungssoftware ergibt sich aus dem Zusammenspiel ihrer Kernmodule. Moderne Lösungen decken in der Regel folgende Stufen ab:

1

3D-Dachmodellierung und Satellitenbildimport

Der Ausgangspunkt jeder Planung ist ein präzises Dachmodell. Moderne Software lädt Satelliten- oder Luftbilder des Standorts direkt in die Oberfläche und ermöglicht die Erfassung von Dachflächen, Neigungswinkeln, Aufbauten und Hindernissen. Hochwertige Lösungen nutzen dabei automatische Dacherkennungsalgorithmen, die Dachformen aus dem Bildmaterial ableiten. Das Ergebnis ist ein maßstabsgetreues 3D-Modell, auf dem die weitere Planung aufbaut.

2

Automatische Modulplatzierung und String-Auslegung

Auf Basis des 3D-Modells platziert die Software Solarmodule automatisch unter Berücksichtigung von Mindestabständen, Dachrandbereichen und Aufbauten. Die String-Auslegung — also die optimale elektrische Verschaltung der Module zu Strings und deren Zuordnung zu Wechselrichtereingang — wird entweder automatisch vorgeschlagen oder interaktiv konfiguriert. Dabei werden Spannungs- und Stromgrenzen der Wechselrichter geprüft, um Fehler in der Auslegung zu vermeiden.

3

Verschattungssimulation mit stundengenauer Analyse

Die Verschattungsanalyse ist die rechentechnisch aufwendigste Funktion. Gute Software simuliert den Sonnenstand für jede Stunde des Jahres, berechnet welche Modulflächen von welchen Objekten überschattet werden und quantifiziert den resultierenden Ertragsausfall. Dabei werden sowohl Nah- als auch Fernverschattung berücksichtigt. Professionelle Tools unterscheiden zudem zwischen elektrischer Verschattung (Auswirkung auf Strings) und geometrischer Verschattung (reine Fläche).

4

Ertragsprognose und Wirtschaftlichkeitsrechnung

Aus der Simulation resultiert die Ertragsprognose in kWh/Jahr, aufgeschlüsselt nach Monaten und Stunden. Direkt darauf aufbauend berechnet die Wirtschaftlichkeitsrechnung Amortisationszeit, internen Zinsfuß (IRR), Gesamtrendite über die Anlagenlebensdauer und die Auswirkungen von Eigenverbrauch, Einspeisevergütung und Strompreisszenarien. Diese Zahlen bilden die Grundlage für das Verkaufsgespräch.

5

Professionelle Angebotserstellung

Der letzte Schritt ist die automatische Generierung des Angebotsdokuments. Moderne Software erstellt aus den Planungsdaten ein vollständiges PDF mit Dachbelegungsplan, Ertragsgrafiken, Wirtschaftlichkeitstabelle, technischen Datenblättern und dem Gesamtpreis — im Design des Installationsunternehmens (White-Label). Die Angebotserstellung dauert so wenige Minuten statt Stunden.

Softwarekategorien im Vergleich

Der Markt für PV-Planungssoftware ist heterogen. Die Unterschiede zwischen den Kategorien betreffen Zielgruppe, Einsatzbereich und Integrationsmöglichkeiten:

All-in-One Cloud

Cloud-basierte All-in-One-Lösungen

Typvertreter: SurgePV, Aurora Solar, Solargraf. Decken den kompletten Workflow von der Erstplanung bis zum signierten Angebot ab. Browserbasiert, kein lokales Setup, regelmäßige Updates ohne Zutun des Nutzers. Optimal für Vertriebsteams, die schnell Angebote erstellen und direkt beim Kunden präsentieren wollen. Abonnement-Preismodell.

Desktop-Simulation

Desktop-Simulationssoftware

Typvertreter: PV*SOL, PVsyst. Stärken liegen in der Simulationstiefe und der Akzeptanz bei Banken und Gutachtern (Bankability). Werden häufig für Projektfinanzierungen und Due-Diligence-Gutachten eingesetzt. Höhere Lernkurve, lokale Installation nötig, teurere Lizenzen. Weniger geeignet für schnelle Vertriebsangebote.

CAD-basiert

CAD-basierte Planungstools

Typvertreter: PVcase (AutoCAD-Plugin), SketchUp mit Solarerweiterungs-Plugins. Optimal für Planer, die bereits in CAD-Umgebungen arbeiten und präzise Zeichnungen für Genehmigungsunterlagen benötigen. Keine eigene Simulationsmaschine — Ertragsdaten werden aus anderen Quellen importiert. Einsatz vor allem bei größeren Gewerbeanlagen und Freiflächenprojekten.

Open Source

Open-Source-Lösungen

Typvertreter: pvlib (Python-Bibliothek), PVGIS (EU-Kommission, web-basiert). Kostenlos, transparent und anpassbar. PVGIS eignet sich für schnelle Orientierungsberechnungen und liefert verlässliche TMY-Wetterdaten für Europa. pvlib bietet maximale Flexibilität für eigene Analysen, setzt aber Programmierkenntnisse voraus. Kein Angebots- oder CRM-Feature.

Wichtige Auswahlkriterien

Die Entscheidung für eine PV-Planungssoftware sollte nicht auf Basis von Demos allein getroffen werden. Diese Kriterien helfen bei einer strukturierten Bewertung:

KriteriumWichtig für…Warum relevant
SimulationsgenauigkeitInvestoren, BankenBankability der Ertragsprognose — weicht die Simulation von tatsächlichen Erträgen ab, entstehen Regressionsrisiken
BearbeitungsgeschwindigkeitVerkaufsteamsAngebote in Minuten statt Stunden — mehr Angebote pro Tag bedeuten direkt mehr Umsatzpotenzial
Integriertes CRMVertriebsleiterLeads bis zum Abschluss verwalten ohne Daten zwischen Tools zu kopieren
White-Label-AngeboteInstallateureEigenes Branding beim Kunden — professionelle Dokumente erhöhen die Abschlusswahrscheinlichkeit
API / IntegrationenIT-AbteilungenERP-Anbindung, Automatisierung von Datentransfers, Buchführung
MehrsprachigkeitInternationale TeamsDACH-Markt plus Export — Software muss Deutsch, Englisch und weitere Sprachen korrekt unterstützen
ModuldatenbankPlaner, EinkaufAktuelle Datenbankpflege mit neuen Modulen und Wechselrichtermodellen spart manuelle Eingaben
WetterdatenquellePlanerDWD-Daten für Deutschland, PVGIS für Europa, Meteonorm für globalen Einsatz — Qualität variiert

Zeitersparnis durch automatisierte Planung

Der wirtschaftlich relevanteste Vorteil moderner PV-Planungssoftware ist nicht die Qualität der Simulation — es ist die Zeit. Ein Installationsbetrieb mit zehn Projektanfragen pro Woche hat ein Zeitproblem, das keine Qualitätsdiskussion löst.

Zeitvergleich

Manuelle PV-Planung (CAD + Excel + Simulationstool): 3–8 Stunden pro Projekt. Moderne All-in-One-Software: 20–45 Minuten. Bei 10 Projekten pro Woche ergibt das 25–70 Stunden Einsparung wöchentlich — das entspricht einer Vollzeitstelle, die produktiver eingesetzt werden kann.

Der Zeitgewinn entsteht an drei Stellen. Erstens entfällt die manuelle Übertragung von Daten zwischen Tools — das 3D-Modell speist direkt die Simulation, die Simulation direkt das Angebot. Zweitens werden Standardaufgaben wie Modulplatzierung und String-Auslegung automatisiert, die bisher Erfahrung und Aufmerksamkeit erforderten. Drittens lassen sich Varianten — etwa 10 kWp mit Speicher versus 15 kWp ohne — in Minuten parallel rechnen und vergleichen, statt stundenlang neu aufzusetzen.

Wichtig: Geschwindigkeit und Genauigkeit schließen sich nicht aus

Schnellere Planung bedeutet nicht automatisch ungenauere Ergebnisse. Wenn die Simulation auf validierten Wetterdaten und physikalisch korrekten Verschattungsmodellen basiert, liefert eine halbstündige cloudbasierte Planung dieselbe Genauigkeit wie eine manuelle Achtsstundenarbeit — mit weniger manuellen Übertragungsfehlern.

Praktische Hinweise

  • Simulationsgenauigkeit beurteilen. Fragen Sie den Anbieter, welche Wetterdaten verwendet werden — DWD-Strahlungsdaten für Deutschland, PVGIS für Europa oder Meteonorm-Lizenzdaten. Für bankable Gutachten sind anerkannte Quellen und ein nachvollziehbares Simulationsmodell Pflicht.
  • Verschattungsmodelle unterscheiden. Geometrische Verschattung (Flächenanteil im Schatten) und elektrische Verschattung (Auswirkung auf Strings und Wechselrichter) sind verschiedene Größen. Gute Software berechnet beides und zeigt den Unterschied — das ist relevant für die Wahl zwischen Standard-Wechselrichter, Optimizer und Modulwechselrichter.
  • Performance Ratio verifizieren. Der in der Simulation ausgewiesene Performance Ratio-Wert sollte für gut geplante Dachanlagen in Deutschland zwischen 0,78 und 0,85 liegen. Deutlich höhere Werte deuten auf fehlerhafte Eingaben oder zu optimistische Annahmen hin.
  • Planungsdokumentation für Genehmigungen. Prüfen Sie, ob die Software Ausgaben erzeugt, die Netzbetreibern und Behörden als Planungsunterlagen akzeptiert werden — Einreichungszeichnungen, Anlagenschema, Übersichtsplan.
  • Moduldatenbank aktuell halten. Veraltete Modulparameter (insbesondere temperaturabhängige Koeffizienten) führen zu systematisch falschen Simulationsergebnissen. Prüfen Sie, wie oft und von wem die Datenbank gepflegt wird.
  • Workflow nahtlos integrieren. Die beste Software ist die, die Ihr Team tatsächlich verwendet. Testen Sie, ob die Schritte von der Erstanfrage bis zum versendeten Angebot ohne Medienwechsel (kein Kopieren zwischen Tools) durchführbar sind.
  • Eigene Produkte in die Datenbank einpflegen. Wenn Sie mit bestimmten Modulen und Wechselrichtern arbeiten, die nicht in der Standarddatenbank sind, prüfen Sie wie einfach eigene Datenbankeinträge angelegt werden können. Halbstündige Einrichtearbeit pro Modul zahlt sich über tausende Planungen aus.
  • Dachbelegungsplan exportieren. Der Dachbelegungsplan ist sowohl für den Kunden als auch für das Montageteam ein zentrales Dokument. Achten Sie auf Export-Optionen (PDF, DXF) und ob Maße, Modulbezeichnungen und Kabelpositionen klar lesbar sind.
  • Tablet-Nutzung auf der Baustelle testen. Cloud-Software erlaubt die Nutzung vom Tablet beim Kundengespräch. Testen Sie, ob die Oberfläche auf dem Tablet bedienbar ist und ob Angebote auch ohne stabiles Internet (Offline-Modus) zugänglich sind.
  • Übergabe an die Montage vereinfachen. Prüfen Sie, ob Stücklisten (Materialbedarfsliste) direkt aus der Software exportiert werden können — das eliminiert manuelle Übertragungen und Bestellfehler.
  • Angebotsvorlage professionell gestalten. Investieren Sie einmalig ein bis zwei Stunden in eine Angebotsvorlage mit Ihrem Firmenlogo, Ihren Farben und einem klaren Struktur. Jedes danach generierte Angebot sieht professionell aus — ohne Nacharbeit.
  • Live-Demo beim Kunden durchführen. Cloudbasierte Software erlaubt die Planung direkt beim Kundengespräch: Adresse eingeben, Dach modellieren, Ertrag berechnen, Angebot erzeugen — alles in 20 Minuten vor den Augen des Kunden. Das erzeugt mehr Vertrauen als ein nachgeliefertes PDF.
  • Mehrere Varianten anbieten. Kunden entscheiden sich leichter, wenn sie zwischen zwei oder drei Optionen wählen können — zum Beispiel 10 kWp Basis, 12 kWp mit Speicher, 15 kWp mit Speicher und Wallbox. Gute Software erstellt Varianten in Minuten ohne Neuplanung.
  • Abschlussrate durch Visualisierung verbessern. Ertragsdiagramme, Eigenverbrauchsquoten und Amortisationsgrafiken machen abstrakte Zahlen greifbar. Kunden, die ihren individuellen Ertrag visuell sehen, schließen häufiger ab als Kunden, die nur eine Tabelle erhalten.
  • CRM-Integration nutzen. Wenn Lead-Management, Angebotsversand und Folgeaktivitäten in einem System zusammenlaufen, gehen keine Anfragen verloren. Das ist besonders relevant in Wachstumsphasen, wenn das Team schnell wächst und Prozesse noch nicht vollständig strukturiert sind.

PV-Planungssoftware live erleben

SurgePV kombiniert 3D-Planung, Ertragssimulation und Angebotserstellung in einem Tool — für Installateure, die mehr Projekte in weniger Zeit abschließen wollen.

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Keine Kreditkarte erforderlich

Praxisbeispiele

Kleiner Installationsbetrieb (5 Mitarbeiter)

Ein Betrieb aus dem Raum Stuttgart mit fünf Mitarbeitern und ca. 15 Projektanfragen pro Monat wechselte von einer CAD-plus-Excel-Kombination auf cloudbasierte Solar-Design-Software. Die Planungszeit pro Angebot fiel von durchschnittlich vier Stunden auf unter dreißig Minuten. Das Team konnte von 15 auf 35 Angebote pro Monat skalieren, ohne zusätzliche Planer einzustellen. Der wesentliche Hebel war nicht die Simulationsgenauigkeit — die blieb ähnlich — sondern das Wegfallen von Medienbrüchen und die automatisierte Angebotsgenerierung.

Mittelständischer Installateur (50 Projekte/Monat)

Ein mittelständischer Betrieb mit 50 Projekten pro Monat führte White-Label-Angebote aus der Planungssoftware ein — mit Firmenlogo, eigenem Farbschema und strukturierten Ertragsgrafiken statt Excel-Tabellen. Die interne Messung über sechs Monate zeigte eine Steigerung der Abschlussrate um 18 Prozentpunkte. Der Grund: Kunden lasen die Angebote vollständig — einschließlich der Wirtschaftlichkeitsberechnungen — und hatten weniger Rückfragen, die zu Verzögerungen führten.

Großinstallateur mit ERP-Integration

Ein Installateur mit über 200 Projekten pro Jahr und einem eigenen ERP-System für Einkauf, Buchhaltung und Projektmanagement integrierte seine Planungssoftware über die API direkt in das ERP. Stücklisten aus der Planung wurden automatisch in Bestellvorgänge übertragen, Projektdaten flossen ohne manuelle Eingabe in die Buchhaltung. Die IT-Abteilung schätzte die Einsparung auf zwei Vollzeitstellen für Dateneingabe und -pflege. Die Integrationsarbeit dauerte drei Wochen — die Amortisation war nach vier Monaten erreicht.

Häufig gestellte Fragen

Was kostet PV-Planungssoftware?

Die Preise variieren stark nach Kategorie und Leistungsumfang. Cloud-basierte All-in-One-Lösungen werden meist als monatliches Abonnement angeboten und kosten je nach Anbieter und Funktionsumfang zwischen 100 und 600 Euro pro Monat. Desktop-Simulationssoftware wie PV*SOL oder PVsyst wird als Jahreslizenz abgerechnet und liegt je nach Produktvariante zwischen 700 und über 2.000 Euro pro Jahr. Open-Source-Tools wie PVGIS sind kostenlos nutzbar, bieten aber keine Angebots- oder CRM-Funktion. Bei der Kostenbewertung ist die Zeitersparnis der entscheidende Faktor: Wenn eine Software vier Planungsstunden pro Projekt einspart und das bei 40 Projekten im Monat, entspricht das 160 Stunden — bei einem internen Stundensatz von 50 Euro sind das 8.000 Euro monatlicher Wertzuwachs.

Was ist der Unterschied zwischen PV*SOL und cloudbasierter Software?

PV*SOL ist eine Desktop-Simulationssoftware mit einer sehr tiefen und gut validierten Simulationsengine. Sie wird häufig für Bankgutachten und Projektfinanzierungen eingesetzt, weil Investoren und Banken das Tool kennen und seinen Berechnungen vertrauen. Die Oberfläche ist auf Simulationstiefe ausgelegt, nicht auf Vertriebsgeschwindigkeit. Cloudbasierte All-in-One-Software wie SurgePV priorisiert den vollständigen Workflow von der Erstplanung bis zum signierten Angebot. Die Simulation ist schneller zugänglich, weniger konfigurierbar in der Tiefe, dafür nahtlos mit Angebots- und CRM-Funktionen verbunden. Für kleinere und mittlere Betriebe, die primär Wohngebäude und kleine Gewerbegebäude planen, ist cloudbasierte Software in den meisten Fällen die praktischere Wahl.

Kann ich PV-Planungssoftware kostenlos testen?

Ja — die meisten Anbieter bieten Testphasen von 14 bis 30 Tagen an, teils ohne Kreditkartenpflicht. PVGIS als EU-Kommissions-Tool ist dauerhaft kostenlos und ohne Registrierung nutzbar, eignet sich aber nur für Ertragsabschätzungen, nicht für vollständige Planungen. Für einen aussagekräftigen Softwarevergleich empfiehlt sich der Test mit einem realen Projekt: Eigenes Dach, eigene Kundensituation, reale Modulmodelle. Nur so lassen sich Bearbeitungsgeschwindigkeit und Qualität der Ausgabedokumente direkt vergleichen.

Wie genau sind die Ertragsprognosen?

Die Genauigkeit hängt von drei Faktoren ab: Qualität der Wetterdaten, Vollständigkeit des Verschattungsmodells und Korrektheit der Systemparameter. Gut konfigurierte Simulationen mit aktuellen DWD- oder PVGIS-Wetterdaten und vollständiger Verschattungserfassung erreichen in Deutschland Abweichungen von typischerweise 3–8 Prozent gegenüber dem tatsächlichen Jahresertrag. Höhere Abweichungen entstehen fast immer durch unvollständige Verschattungseingaben oder durch die Verwendung von Standardwetterdaten statt standortgenauer Daten. Für Projektfinanzierungen werden oft zusätzliche P90-Prognosen (Ertrag, der mit 90 % Wahrscheinlichkeit erreicht oder übertroffen wird) verlangt — das können die meisten professionellen Simulationstools berechnen.

Welche PV-Planungssoftware ist die richtige für meinen Betrieb?

Das hängt von der primären Anforderung ab. Wenn schnelle Angebotszyklen und White-Label-Präsentation im Vordergrund stehen, ist cloudbasierte All-in-One-Software die richtige Wahl. Wenn bankable Gutachten für Projektfinanzierungen benötigt werden, ist PV*SOL oder PVsyst sinnvoll — möglicherweise ergänzend zur Vertriebssoftware. Wenn eigene Python-Analysen oder Forschungsanwendungen geplant sind, ist pvlib das richtige Werkzeug. Die meisten wachsenden Installationsbetriebe nutzen in der Praxis zwei Tools: eines für den Vertrieb (schnell, visuell, White-Label) und eines für technisch anspruchsvolle Projektdokumentationen (tiefe Simulation, Gutachtenformat).

About the Contributors

Author
Keyur Rakholiya
Keyur Rakholiya

CEO & Co-Founder · SurgePV

Keyur Rakholiya is CEO & Co-Founder of SurgePV and Founder of Heaven Green Energy Limited, where he has delivered over 1 GW of solar projects across commercial, utility, and rooftop sectors in India. With 10+ years in the solar industry, he has managed 800+ project deliveries, evaluated 20+ solar design platforms firsthand, and led engineering teams of 50+ people.

Editor
Rainer Neumann
Rainer Neumann

Content Head · SurgePV

Rainer Neumann is Content Head at SurgePV and a solar PV engineer with 10+ years of experience designing commercial and utility-scale systems across Europe and MENA. He has delivered 500+ installations, tested 15+ solar design software platforms firsthand, and specialises in shading analysis, string sizing, and international electrical code compliance.

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