Das Wichtigste auf einen Blick
- Eine typische Wohngebäude-Stückliste enthält 15–35 Positionen — von Solarmodulen über Montagesystem bis zur Einspeisesicherung.
- Die Stückliste (BOM) ist gleichzeitig technisches Dokument (Artikelnummern, Spezifikationen) und kommerzielles Dokument (Einzelpreise, Lieferanten, Gesamtkosten).
- Software-generierte Stücklisten reduzieren manuelle Erfassungsfehler um rund 70 % gegenüber manuell erstellten Listen.
- DC-Komponenten (Module, Kabel, Stecker, Überspannungsschutz) und AC-Komponenten (Zähler, Trennschalter, Netzanschluss) werden in professionellen Stücklisten getrennt ausgewiesen.
- Die BOM bildet die Grundlage für drei zentrale Prozesse: Einkauf/Beschaffung, Angebotserstellung und Abnahmedokumentation nach der Montage.
- Hersteller, Modellbezeichnung, Menge, Einheit, Einzelpreis und Gesamtpreis sind Pflichtfelder jeder vollständigen Stückliste.
- Eine vollständige Stückliste inkl. Garantiedaten schützt vor Gewährleistungsstreitigkeiten und ist Voraussetzung für Versicherungsschutz.
Was ist eine Stückliste?
Die Stückliste (englisch: Bill of Materials, kurz BOM) ist die vollständige, positionsgenaue Auflistung aller Materialien, Komponenten und Geräte, die für die Installation einer Photovoltaikanlage benötigt werden. Sie enthält für jede Position mindestens: Bezeichnung, Hersteller, Modell, Artikelnummer, Menge, Einheit, Einzelpreis und Gesamtpreis. Bei größeren Projekten kommen Lieferant, Lieferzeit und Garantiedaten hinzu.
Die Stückliste erfüllt in PV-Projekten drei unterschiedliche Funktionen:
(1) Beschaffung und Einkauf: Der Projekteinkauf nutzt die Stückliste, um Angebote bei Großhändlern einzuholen, Preise zu vergleichen und Bestellungen auszulösen. Eine fehlerhafte BOM führt hier zu Fehlmengen auf der Baustelle oder teuren Nachbestellungen mit Expressaufschlag.
(2) Angebotserstellung: Die Stückliste bildet den Kern jedes Kundenangebots. Sie macht die Kalkulation transparent und nachvollziehbar. Ein Installateur, der dem Kunden eine positionsgenaue Stückliste vorlegt, unterscheidet sich deutlich von einem Mitbewerber, der nur eine Pauschalpreisliste übergibt — das wirkt professionell und schafft Vertrauen.
(3) Montage und Abnahme: Auf der Baustelle dient die Stückliste als Kommissionierungsliste. Der Monteur prüft bei der Warenannahme jede Position gegen die BOM. Nach Abschluss der Installation wird die Stückliste zur Abnahmedokumentation: Sie belegt, welche Komponenten tatsächlich verbaut wurden, und bildet die Basis für Garantieansprüche gegenüber Herstellern.
„Eine Stückliste ist nicht bloß eine Einkaufsliste — sie ist das technische Rückgrat eines jeden PV-Projekts. Wer sie sauber führt, hat weniger Überraschungen auf der Baustelle und weniger Streit mit Kunden.”
Die Solar-Design-Software von SurgePV generiert die Stückliste automatisch aus dem 3D-Dachbelegungsplan, sobald die Modulbelegung, der Wechselrichter und das Montagesystem festgelegt sind. Das spart Zeit und verhindert Tippfehler.
Aufbau einer PV-Stückliste
Eine professionelle PV-Stückliste ist nach Komponentenkategorien gegliedert. Die folgende Struktur hat sich in der deutschen Installationspraxis als Standard etabliert:
Solarmodule
Die wichtigste Position der Stückliste: Anzahl, Modellbezeichnung, Nennleistung in kWp, Hersteller und Artikelnummer. Für das Angebot sind Einzelpreis und Gesamtpreis sowie Garantielaufzeiten (Produktgarantie und Leistungsgarantie) anzugeben. Bei bifazialen Modulen zusätzlich den Bifazialitätsfaktor. Seriennummern werden nach der Montage in die Dokumentation übertragen.
Wechselrichter
Typ (String-, Hybrid- oder Mikrowechselrichter), Nennleistung in kW, Anzahl der MPP-Tracker, Hersteller und Modell. Bei Hybridgeräten zusätzlich die Speicherschnittstelle und Backup-Fähigkeit angeben. Die Wechselrichterauswahl bestimmt, welche DC-Kabelquerschnitte und Schutzeinrichtungen folgen.
Montagesystem
Schienen, Klemmen, Dachhaken und Verbinder — Anzahl richtet sich nach der Zahl der Modulreihen und der Dachabdeckung (Ziegel, Trapezblech, Flachdach). Hersteller und Modell des Montagesystems angeben, da bei Dachdurchdringungen die Dichtheitszertifizierung haftungsrelevant ist. Für Flachdächer: Ballastgewichte oder Klebung separat ausweisen.
DC-Verkabelung und Schutzeinrichtungen
Solarkabel (Querschnitt 4 mm² oder 6 mm², Länge in Metern), MC4-Stecker (Anzahl Paare), Überspannungsschutz Typ II, String-Combiner-Box bei Mehrstringsystemen sowie DC-Trennschalter. Kabel in Metern mit Aufmaß angeben — nicht pauschal. Restlängen bei Änderungen auf der Baustelle führen schnell zu Engpässen.
AC-Komponenten und Zähler
AC-Kabel (Querschnitt 5×6 mm² oder 5×10 mm², Länge), Hauptschalter/Trennschalter, Einspeisezähler, HAK-Sicherung (falls zu erneuern) und ggf. Energiemanagementsystem. Bei Neuinstallationen nach 2024 muss der Netzbetreiber über den Zählereinbau informiert werden. Steuerbox für Fernabschaltung (Pflicht ab 7 kWp seit 2025) als eigene Position führen.
Beispiel-Stückliste: 10 kWp Wohngebäude
Die folgende Tabelle zeigt eine vollständige Stückliste für eine typische 10-kWp-Anlage auf einem Einfamilienhaus mit Ziegeldach und Südausrichtung. Preise sind Richtwerte (Installateur-Einkaufspreise, Stand 2025):
| Pos. | Komponente | Modell (Beispiel) | Menge | Einheit | Einzelpreis | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Solarmodul 420 Wp | Hersteller A Mono 420 | 24 | Stk. | 95 € | 2.280 € |
| 2 | Wechselrichter 10 kW | Hersteller B 10K | 1 | Stk. | 1.450 € | 1.450 € |
| 3 | Dach-Montageset | Hersteller C Ziegeldach | 1 | Set | 680 € | 680 € |
| 4 | DC-Kabel 6 mm² | — | 50 | m | 1,80 € | 90 € |
| 5 | MC4-Stecker | — | 20 | Paar | 3,50 € | 70 € |
| 6 | Überspannungsschutz Typ II | — | 1 | Stk. | 120 € | 120 € |
| 7 | AC-Kabel 5×6 mm² | — | 8 | m | 4,20 € | 34 € |
| 8 | AC-Trennschalter | — | 1 | Stk. | 45 € | 45 € |
| 9 | Einspeisezähler | — | 1 | Stk. | 95 € | 95 € |
| 10 | Montage + Inbetriebnahme | — | 1 | psch. | 2.800 € | 2.800 € |
| Gesamt | 7.664 € |
Hinweis zu Beispielpreisen
Die Preise in der Tabelle sind Richtwerte für Installateur-Einkaufspreise (netto, ohne MwSt.). Marktpreise für Solarmodule und Wechselrichter schwanken je nach Hersteller, Abnahmemenge und Marktlage um ±20–30 %. Speicher, Wallbox und Steuerbox sind in diesem Beispiel nicht enthalten.
Stückliste vs. Angebot vs. Leistungsverzeichnis
Diese drei Dokumente werden im Projektalltag häufig durcheinandergebracht, obwohl sie unterschiedliche rechtliche und operative Funktionen haben:
Technische Komponentenliste
Vollständige Auflistung aller Materialien mit Mengen, Spezifikationen und Preisen. Intern (Einkauf, Montage) und extern (Angebotsbeilage) verwendbar. Kein eigenständiges Rechtsdokument, aber Grundlage für Angebot und Abnahmeprotokoll. Wird bei jedem Projekt neu erstellt und an das spezifische System angepasst.
Rechtsverbindliches Dokument
Enthält die Stückliste als Anlage, ergänzt um Gesamtpreis, Gültigkeitsdauer (meist 30 Tage), Zahlungsbedingungen, Montageumfang und Gewährleistungsregelung. Das Angebot wird zum Vertrag, sobald der Kunde es schriftlich annimmt. Preisbindung gilt für die im Angebot genannte Gültigkeitsperiode.
Normierte Ausschreibungsunterlage
Wird bei öffentlichen Ausschreibungen nach VOB/A und bei größeren Gewerbe- oder Freiflächen-Projekten eingesetzt. Standardisierte Positionen nach GAEB-Format, herstellerneutral formuliert. Bieter füllen die Einheitspreise aus — der Auftraggeber vergleicht nach objektiven Kriterien. Im privaten Wohngebäudebereich nicht verbreitet.
Praktische Hinweise
- Automatisierte Stücklistengenerierung nutzen. Eine gute Solar-Design-Software leitet die BOM direkt aus dem Systemlayout ab — Modulanzahl, Kabelmengen und Montagekomponenten werden automatisch berechnet. Manuelle Nacharbeit ist damit auf Ausnahmen beschränkt.
- Modulkatalog aktuell halten. Veraltete Modellbezeichnungen in der Software führen zu Stücklisten mit Artikeln, die nicht mehr lieferbar sind. Produktdatenbanken mindestens quartalsweise aktualisieren.
- Kabelmengen mit Aufmaß berechnen. Pauschalansätze wie „50 m DC-Kabel” führen regelmäßig zu Engpässen bei unerwarteten Leitungswegen. Kabelmengen aus dem 3D-Modell ableiten oder mit Aufmaß-Tool messen.
- Separate Stücklisten für DC- und AC-Seite. Bei größeren Projekten empfiehlt sich die Trennung in DC-BOM (Module bis Wechselrichtereingang) und AC-BOM (Wechselrichterausgang bis Übergabepunkt). Das erleichtert die Zuordnung zu Gewerken und Subunternehmern.
- Steuerbox als Pflichtposition prüfen. Seit 2025 ist die Fernsteuerbarkeit für Anlagen über 7 kWp Pflicht. Die Steuerbox gehört in jede Stückliste für Neuinstallationen in dieser Leistungsklasse.
- Stückliste als Kommissionierungsliste verwenden. Auf der Baustelle jede eintreffende Lieferung Position für Position gegen die BOM prüfen. Mengen- und Modellabweichungen sofort dokumentieren — nicht erst nach der Montage.
- Abweichungen schriftlich festhalten. Wenn ein geplantes Modul nicht lieferbar ist und ein Ersatzmodell eingebaut wird, muss die Stückliste aktualisiert werden. Die tatsächlich verbauten Komponenten bestimmen den Gewährleistungsumfang — nicht die Planungs-BOM.
- Seriennummern bei der Abnahme erfassen. Module und Wechselrichter haben Seriennummern, die für Garantieansprüche benötigt werden. Die Abnahme-Stückliste sollte eine Spalte für Seriennummern enthalten und ausgefüllt zum Kunden gehen.
- Montageset-Vollständigkeit vorab prüfen. Montagehersteller liefern Sets für bestimmte Modulformate und Dachtypen. Bevor der Monteur aufs Dach geht, alle Kleinteile (Klemmen, Schrauben, Dichtelemente) gegen die Packliste abgleichen — fehlende Teile kosten einen halben Arbeitstag.
- Ersatzmaterial einplanen. Für Kabel, Stecker und Kleinklemmen empfiehlt sich ein Puffer von 10–15 % gegenüber der kalkulierten Menge. Monteure verlieren oder beschädigen Kleinteile — Nachlieferung ist oft teurer als der Puffer.
- Detaillierte Stückliste als Differenzierungsmerkmal nutzen. Ein Angebot mit vollständiger, positionierter Stückliste signalisiert dem Kunden Transparenz und Professionalität. Pauschalangebote ohne Materialaufschlüsselung wecken Misstrauen — vor allem bei Kunden, die mehrere Angebote vergleichen.
- Lieferzeiten kommunizieren. Lange Lieferzeiten für bestimmte Wechselrichtermodelle (aktuell 4–12 Wochen) können zum Problem werden, wenn der Kunde schnell installieren möchte. Lieferstatus vor Angebotsabgabe mit dem Großhändler klären und im Angebot transparent ausweisen.
- Garantiedaten im Angebot ausweisen. Produktgarantie (z. B. 12 Jahre) und Leistungsgarantie (z. B. 25 Jahre, min. 80 % Leistung) sind Kaufargumente. Diese Daten aus der Hersteller-Dokumentation direkt in die Stückliste übernehmen.
- Optionale Positionen kennzeichnen. Speicher, Wallbox oder Energiemanagementsystem können als optionale Positionen in der Stückliste erscheinen — mit Preis, aber ohne Pflicht zur Bestellung. Das erleichtert dem Kunden den schrittweisen Ausbau ohne erneute Angebotsanfrage.
- Stückliste direkt aus der Planungssoftware erzeugen. Mit der Solarangebotssoftware von SurgePV lässt sich die Stückliste automatisch in ein professionelles PDF-Angebot überführen — ohne manuelle Übertragung in Excel oder Word.
Stücklisten automatisch aus der Planung generieren
SurgePV erstellt die vollständige Stückliste direkt aus dem 3D-Dachbelegungsplan — kein manuelles Zusammenstellen mehr.
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Praxisbeispiele
Wohngebäude 10 kWp: Manuell vs. Software-generiert
Ein Installationsbetrieb in Bayern hat in einer internen Auswertung über 50 Projekte verglichen: manuell erstellte Stücklisten (Excel) gegen solche, die direkt aus der Planungssoftware exportiert wurden.
Bei manuellen Listen traten in 34 % der Projekte Fehler auf — häufig falsche Kabelmengen (zu kurz oder zu lang), vergessene Überspannungsschutzgeräte oder veraltete Modellbezeichnungen. Bei software-generierten Listen lag die Fehlerquote unter 5 %. Der wirtschaftliche Schaden durch Fehler in der manuellen BOM betrug im Schnitt 180 € pro Projekt (Expresslieferungen, Monteurstillstand, Rücksendungen).
Die Umstellung auf automatisierte BOM-Generierung amortisierte sich nach dem dritten Projekt.
Gewerbeprojekt 200 kWp: Stückliste als Basis für Großhandelsanfrage
Bei einem 200-kWp-Gewerbeauftrag auf einer Produktionshalle in Sachsen nutzte der Installateur die software-generierte Stückliste direkt als Ausschreibungsunterlage an drei Großhändler. Die strukturierte BOM (XLSX-Export mit Herstellernamen und Artikelnummern) ermöglichte den Händlern ein schnelles Preisangebot ohne Rückfragen.
Das Ergebnis: Die günstigste Offerte lag 8,3 % unter dem ersten manuellen Kostenansatz, weil die Großhändler durch die klaren Mengenangaben bessere Konditionsangebote machen konnten. Bei einem Materialvolumen von rund 85.000 € entsprach das einer Einsparung von über 7.000 € — allein durch eine sauber strukturierte Stückliste.
Mehrfamilienhaus mit 3 Anlagen: Sammelstückliste und Mengenrabatt
Ein Wohnungsbauunternehmen ließ drei Anlagen auf einem Mehrfamilienhaus installieren: 12 kWp (Südseite), 8 kWp (Ostseite) und 6 kWp (Westseite) — rechtlich drei separate Anlagen mit je eigenem Zähler, aber baulich ein Projekt.
Der Installateur erstellte zunächst drei Einzel-Stücklisten, dann eine konsolidierte Sammelstückliste für den Einkauf. Die gebündelten Mengenrabatte beim Modul- und Wechselrichtereinkauf reduzierten den Materialeinkaufspreis um 6 % gegenüber Einzelbestellung. Die drei separaten Abnahme-Stücklisten — jeweils mit Seriennummern — wurden den drei Mietersolar-Verträgen beigefügt.
Pro-Tipp: Sammelstückliste bei Parallelprojekten
Wenn zwei oder mehr Projekte mit gleichen Modultypen zeitgleich in Bearbeitung sind, lohnt sich eine Sammelbestellung. Eine konsolidierte BOM zeigt dem Einkauf sofort, welche Positionen sich bündeln lassen. Bei Modulen ab 40 Stück bieten die meisten Großhändler Staffelpreise.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Stückliste und Angebot?
Die Stückliste (BOM) ist eine technische Materialliste mit Mengen, Spezifikationen und Preisen — sie beschreibt, was verbaut wird. Das Angebot ist ein rechtlich bindendes Dokument, das die Stückliste enthält und um Gesamtpreis, Gültigkeitsdauer, Zahlungsbedingungen und Gewährleistungsregelungen ergänzt. Die Stückliste wird zum Vertragsdokument, sobald der Kunde das Angebot annimmt.
Welche Angaben muss eine Stückliste für eine Solaranlage enthalten?
Eine vollständige PV-Stückliste enthält pro Position: Positionsnummer, Komponenten-Bezeichnung, Hersteller, Modell/Typ, Artikelnummer, Menge, Einheit, Einzelpreis (netto) und Gesamtpreis. Für Angebote kommen Garantielaufzeiten hinzu. Nach der Montage werden Seriennummern ergänzt. DC-Komponenten (Module, Kabel, Schutzeinrichtungen) und AC-Komponenten (Zähler, Trennschalter) sollten klar getrennt ausgewiesen sein.
Wie erstelle ich eine Stückliste für ein Solarangebot?
Der effizienteste Weg ist die automatische Generierung aus einer PV-Planungssoftware: Das System berechnet Modulanzahl, Kabelmengen und Montagekomponenten aus dem 3D-Dachplan und exportiert die BOM als strukturiertes Dokument. Alternativ kann eine Excel-Vorlage mit den fünf Komponentenkategorien (Module, Wechselrichter, Montage, DC-Seite, AC-Seite) manuell befüllt werden — fehleranfälliger, aber ohne Software-Investment möglich. Wichtig: Kabelmengen immer mit Aufmaß berechnen, nicht schätzen.
Muss ich die Stückliste dem Kunden aushändigen?
Eine gesetzliche Pflicht zur Übergabe der Stückliste gibt es im privaten Bereich nicht — aber es ist dringend empfehlenswert. Die Abnahme-Stückliste mit tatsächlich verbauten Komponenten und Seriennummern ist Grundlage für Garantieansprüche des Kunden gegenüber Herstellern. Ohne diese Dokumentation kann der Kunde im Schadensfall seine Rechte kaum durchsetzen. Viele Installateure legen die Stückliste als Anlage zum Abnahmeprotokoll bei — das schützt beide Seiten.
Kann ich für mehrere ähnliche Projekte dieselbe Stückliste verwenden?
Als Ausgangspunkt ja — als fertige Stückliste nein. Kabelmengen variieren je nach Dachgeometrie und Leitungsweg, Montagesysteme unterscheiden sich je nach Dachabdeckung, und Wechselrichtergröße hängt von der installierten Leistung ab. Eine gute Vorgehensweise ist eine projekttyp-spezifische Vorlage (z. B. „10 kWp Einfamilienhaus Ziegeldach”), die für jedes neue Projekt angepasst wird. Software-gestützte BOM-Generierung macht diese Anpassung automatisch.
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About the Contributors
CEO & Co-Founder · SurgePV
Keyur Rakholiya is CEO & Co-Founder of SurgePV and Founder of Heaven Green Energy Limited, where he has delivered over 1 GW of solar projects across commercial, utility, and rooftop sectors in India. With 10+ years in the solar industry, he has managed 800+ project deliveries, evaluated 20+ solar design platforms firsthand, and led engineering teams of 50+ people.
General Manager · Heaven Green Energy Limited
Nimesh Katariya is General Manager at Heaven Designs Pvt Ltd, a solar design firm based in Surat, India. With 8+ years of experience and 400+ solar projects delivered across residential, commercial, and utility-scale sectors, he specialises in permit design, sales proposal strategy, and project management.